Schriftgröße: normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
Link verschicken   Drucken
 

Das Drei-Königs-Wochenende

Über das drei-Königswochenende in Königswalde vom 04.01.2013 - 06.01.2013

 

Autor: David Erler

 

Freitag, der 04.06.2013

Janek und ich kommen eine Stunde vor Anreise der Teilnehmer in Kändler an, die ersten kommen ca. dreivierten fünf. Wir sind noch ein wenig in der Vorbereitungsphase, was ich nicht weiter störend finde, denn es wird von den Kindern Verständnis entgegengebracht. Als dann alle Kinder da waren, haben wir Aufgaben verteilt, wie Stühle zurechtstellen, welche sehr gut ausgeführt wurden. Eine Begrüßungsrunde und die Andacht folgten, die Begrüßungs- und Vorstellrunde war der Zeit wegen etwas kurz, bedurfte aber auch keiner weiteren Ausführung, da sich schon viele von vorhergehenden Lagern kannten. Die Andacht und das Ausdenken und Fortführen der Königsgeschichte in Betlehem fand ich sehr schön durchorganisiert. Hier hat Janko die Idee mit dem Apfelphone gut gefunden. Desweiteren durfte ich das erste Mal den grünen Weihnachtsmann spielen, bei dem nicht unbedingt ein Gedicht aufgesagt werden musste, aber ein gemeinschaftliches Lied und paar umgedichtete Verse aufgesagt wurden.

Die eigene Probe mit dem Sketch fand ich sehr förderlich für mich, da ich mir die Situation noch mal verinnerlichen konnte. Zwischendurch waren zwar einige Fragenzeichen, die aber dann nach Rücksprache geklärt wurden. Somit war dann der Sketch eine stimmige Sache und alle hatten Spaß daran ihn zu üben, trotz dass einige Kinder zur Übung zurück motiviert werden mussten. Ich denke damit war ich nicht allein, denn einige fanden es „lustig“

Direkt an der Abendessenzubereitung war ich nicht mit beteiligt, denke aber das dies Peer schon im Griff hatte, denn es war meiner Meinung nach sehr lecker. Bemängelt wurde, dass es gerade so ausgereicht hat, aber dennoch gut und qualitativ angemessen war. Christian ist der Meinung, dass es köstlich war.

Nach mehrmaligen Rücksprachen haben wir aufgrund des Regens und den daraus resultierenden nassen Sachen entschieden, dass wir die Nachtwanderung nicht machen und somit auch keine Aufnahme von David stattfinden konnte. Dafür haben wir Verstecken ohne Licht im Pfarrhaus gespielt, was ich sehr toll fand, weil dort auch die Chance bestand, Kinder zu erschrecken. Es kam leider nur von einem Kind, dass dies eine schöne Idee war.

Als nächstes war das Bettfertigmachen angesagt, naja die Wahl fiel auf den Keller mit Waschen und Zähneputzen. Meine Meinung, wir sind Pfadfinder.

Bei dem anschließenden Film war ich skeptisch, zu mindestens bei der Abstimmung, da ich den ersten Teil noch nicht gesehen habe. War aber dennoch lustig und ich habe für mich entschieden, dass ich keinen Sams haben möchte. Den Film fanden einige lustig und andere cool, bei einem war es das Beste an diesem Tag.

Die Nacht war eindeutig zu kurz und ich fand es aufgrund des einzigen lauten Schnarchers nicht ruhig, war aber dann froh als ich eingeschlafen bin und sogar der Erste war der aufgestanden ist. Einige fanden die Nachtruhe angemessen und ruhig, aber andere dachten „dass sie die Aufsichtspersonen bestechen müssen, um länger schlafen zu können“. Das ganze Gegenteil hat sich im Nachbarraum abgespielt, da wurde mit Franz bis um 22 Uhr Halli Galli gespielt und anschließend eine Wanderung in Kändler bis 24 Uhr veranstaltet. Na sowas, müssen wir die „Großen“ auch noch beaufsichtigen. J

Abschließend lässt sich sagen, dass alle viel Spaß an dem Abend hatten, jeder etwas Positives für sich herausgesucht hat und das Verhalten „lol“ war, also zum Lachen.

 

Samstag, der 05.01.2013

Es hat noch keiner einen Mucks gemacht als ich aufwachte, aber die erste Frage die mir gestellt wurde, war „wie spät ist es“? Zehn vor acht, war meine Antwort.

Für mich startete der Samstagmorgen entspannt, da ich das „Bad“ für mich alleine hatte, aber danach ging das Wecken los, dennoch waren einige schon wach, aber manche aus dem Schlafsack zu schütteln hat schon Spaß gemacht.

Boar und dann zusammenpacken, manchmal wünschte ich mir Arme wie ein Oktopus. Dort Schlafsack stopfen, hier Isomatte zusammenrollen, wessen Socken sind das, waren gängige Dinge. Und vor allem zwischendurch noch dem Geburtstagskind gratulieren, wobei wir gleich beim Frühstück sind, denn da gab es das erste Mal frische Bäckerbrötchen, hier dachte ich, dass kann nur ein königliches Wochenende werden. War auf jeden Fall eine super Idee mit den Brötchen.

Nach dem Frühstück war es dann soweit, zwei mussten uns verlassen und die Anderen liefen zum Treffpunkt vom Bus um dort die Pfadfinderschaft Chemnitz in Empfang zu nehmen und dann gemeinsam mit dem Bus nach Chemnitz an die Lutherkirche zu fahren. Dort angekommen nahmen wir die Kings Scouts auf, wir waren also drei Stämme, die dann im Bus nach Königswalde unterwegs waren. Ich fand den Bus für Pfadfinderverhältnisse zu gehoben, manche waren da andere Meinung und fanden es „stickig und muffig“, weil diesbezüglich vermutet wurde, dass die Klimaanlage „kaputisiert“ war. Über Platzmangel gab es auch Beschwerden.

Wobei ich denke, dass der größte Teil die Busfahrt noch Mal genutzt hat um zu entspannen, einige fanden die Busfahrt „schön, luxuriös, zum Ausruhen und ebenfalls nicht zu lang“. Es wurde auch für kulturelle Unterhaltung von Benjamin gesorgt, schön dass er Witze vorgelesen hat.

Angekommen in Königswalde mussten wir den Bus leerräumen  und nur unsere Wandersachen in ihm zurücklassen, denn nach dem wir uns im Pfarrhaus niedergelassen haben ging es nach Jöhstadt an der Tschechischen Grenze, um wieder zurück nach Königswalde zu wandern. Diese Wanderung wurde als Haijk bezeichnet und die Kinder mussten mit ihren erwachsenen Gruppenoberhäupten den Weg über eine Bildersuche in der Landschaft finden.

Ich war sehr überrascht von diesem Pfarrhaus, denn es ist vor kurzem erst neuaufgebaut worden. Wir hatten einen Tischkicker, Tischtennisplatte viele bunte Spiel und unendlich Platz. Die Präsidentensuite wurde auch gleich von den Großen in Beschlag genommen, die mit drei Sofas, einer Stereoanlage einer Leinwand ohne Beamer  ausgestatten waren. Somit hatte jeder seinen Schlafplatz eingerichtet, der Eine mehr, der Andere weniger. Manche nutzen auch den Platz unter dem Tisch, komisch, ist die heimische Wohnung so eng?

Der Bus fuhr uns danach zum Wanderstartpunkt, dort ausgestiegen, war immer noch kein Neuschnee in aussicht. Ganz im Gegenteil, es war neblig ca. +5 C° und es sieferte, was die Suche nach den passenden Bildausschnitten nicht einfacher machte. Dennoch fanden alle ihren Pfad durch Wald, Felder und Wiesen.  Wege wurden zu kleinen Bächen, Brücken waren unpassierbar und der Schlamm stand fast bis zum Hals. Der Weg war nicht vorgegeben und ausgeschildert, demzufolge fand es einer nicht schön. Ich möchte wissen ob wir Pfadfinder sind oder chinesische Touristen? Am Pfarrhaus wieder angekommen, war Aufwärmen und Sachen trocknen angesagt. Eine Stärkung mit Tee und geschmierten Broten folgte im Rittersaal, welcher zum königlichen Abendbrot zu einem Königssaal umfunktioniert wurde. Für das königliche 5 Gänge Menü mussten allerhand kulinarische Köstlichkeiten zubereitet werden. Angefangen bei den Vorspeisen mit Obstspieße und Elchköttel über die beiden Hauptgerichte Eierkuchen und Karlbader Schnitte zum Nachtisch, wo ein Wurm in Vanillekaltschale schwamm. So viel Eustress hatte ich lange nicht, was also positiv zu sehen ist. Hier helfen dort was holen, waren nicht nur Herausforderungen für die Betreuer, sondern auch für die Kinder, denn sie wurden teilweise zum Hauptakteur gemacht und das betraf auch das gemeinschaftliche Wiederaufräumen. Demzufolge war das Mahl, der Höhepunkt vom Samstag, es hat allen geschmeckt und es war köstlich. Beschwerden gab es dennoch, die Eierkuchen waren innerhalb von drei Minuten vergriffen und der Rest soll wohl nach zehn Minuten verschlungen worden sein.

Nach dem Aufräumen folgte die Sketchaufführung, diese war sehr lustig und wir sangen noch ein paar Pfadfinderlieder.

Der Stamm Heinrich von Berlepsch hatte noch eine Aufnahme von David P. und wir wanderten auf ein abgelegenes Feldstück. Als wir wieder im Pfarrhaus waren, ging es ab in die Schlafsäcke und tauschten uns noch über Witze, Black Storys und sonstige interessante Themen aus. Beim Erzählen schliefen wir dann endlich ein und erholten uns vom anstrengenden Tag.

 

Sonntag, der 06.01.2013

Nach der kurzen Nacht hieß es für alle aufstehen und Rucksack packen, denn das leckere Frühstück war nicht weit. Es gab wie immer Haferflocken mit Milch und Fair Trade Schokopulver. Aber auch Brötchen, Brot, Marmelade, Wurst und Käse machten uns satt. Wie das ganze Wochenende war auch diesmal alles in kürze verzehrt.

Jeder hatte eine Aufgabe beim Gottesdienst in der Kirche von Königswalde und somit gestalteten wir alle diesen. Wir trugen der Gemeinde vor was wir als Pfadfinder in unseren Stämmen machten, welche Ausflüge wir unternahmen und welchen Tätigkeiten wir nachgingen. Königliche Lieder sangen wir gemeinsam vor und spielten Szenen aus der Bibel nach. Somit hat jeder seinen Beitrag geleistet, was jedem sichtlich gefallen hat.

Bis der Bus kam, hatten einige fleißige noch die Gelegenheit eine Wanderung durch Königswalde zu machen, die Tischtennisplatte oder den Tischkicker zu nutzen.

Bevor wir unsere „königliche Behausung“ verließen, musste noch saubergemacht und die Rucksäcke im Bus verstaut werden.

Im Bus sangen wir noch ein gemeinschaftliches Abschiedslied und erzählten uns Witze oder lasen aus einem Buch vor. So verging die Zeit sehr schnell und wir waren wieder in Chemnitz angekommen, wo die Kings Scouts und ein paar von der Pfadfinderschaft Chemnitz ausstiegen. In Kändler angekommen fand jeder seinen Pfad nach Hause und wir verabschiedeten uns mit dem Pfadfindergruß.

 

Resümee:

Dadurch dass das Wetter nicht so besonders war, hat jeder Etwas mitnehmen können.  Die Einen wollen das nächste Mal den richtigen Weg finden, sich besser benehmen und keine Nachtunruhe verbreiten. Die Anderen wollen wärmere Sachen anziehen und das nächste Mal das Hauptgericht kochen. Wie das Bestechen von den Aufsichtspersonen aussieht, werden wir ja alle noch sehen. Denn einige wollten lieber ausschlafen, anstatt zeitig aufstehen.

 

Hier geht es zu den Bildern.